Neue Gegebenheiten entstehen dort, wo Eigenstand und erweiterter Bezug zu einer kohärenten Einheit werden.

© RHENUS · Struktur & Referenz
Renatus-Rhenus von Felshaken

Eine Südstaaten-Großmutter vor Gericht

In einem kleinen Ort im Süden der Vereinigten Staaten wird in einem Prozess eine ältere, großmütterlich wirkende Frau als erste Zeugin aufgerufen.

Der Staatsanwalt tritt an den Zeugenstand und fragt sie:

„Mrs. Jones, kennen Sie mich?“

Die Frau sieht ihn an.

„Aber natürlich kenne ich Sie, Mr. Williams. Ich kenne Sie, seit Sie ein kleiner Junge waren. Und offen gesagt sind Sie für mich eine große Enttäuschung. Sie lügen, Sie betrügen Ihre Frau, Sie manipulieren Menschen und reden hinter deren Rücken über sie. Sie halten sich für einen großen Mann, obwohl Sie nicht einmal genug Verstand besitzen, um zu erkennen, dass Sie niemals mehr als ein kleiner Bürokrat sein werden.

Ja, ich kenne Sie.“

Der Anwalt ist sprachlos.

Er weiß offenbar nicht, wie er darauf reagieren soll. Schließlich deutet er quer durch den Gerichtssaal auf den Anwalt der Verteidigung und fragt:

„Mrs. Jones, kennen Sie den Verteidiger?“

Die Frau blickt zu ihm hinüber.

„Aber natürlich kenne ich ihn. Ich kenne Mr. Bradley ebenfalls, seit er ein kleiner Junge war. Ich habe sogar auf ihn aufgepasst, als er noch ein Kind war.

Auch er ist für mich eine große Enttäuschung. Er ist faul, voreingenommen und hat ein Alkoholproblem. Er ist nicht in der Lage, eine normale Beziehung zu führen, und seine Anwaltskanzlei gehört zu den schlechtesten im ganzen Bundesstaat.

Ja, ich kenne ihn.“

Der Verteidiger ist wie erstarrt.

Der Richter lässt schließlich beide Anwälte zu sich an den Richtertisch kommen.

Dann beugt er sich zu ihnen und sagt in sehr ruhigem Ton:

„Wenn einer von Ihnen beiden diese Frau jetzt fragt, ob sie mich kennt, schicke ich Sie beide auf den elektrischen Stuhl.“

Die Pointe dieser Geschichte liegt zunächst in ihrer Übertreibung. Doch darunter liegt etwas anderes.

Die beiden Anwälte wollten wissen, ob die Frau sie kennt.

Sie gingen dabei offenbar davon aus, dass sie selbst diejenigen sind, die fragen, prüfen und beurteilen können – und dass sie dabei gewissermaßen außerhalb dessen stehen, was gerade Gegenstand ihrer Befragung ist.

Doch die einfache Frage „Kennen Sie mich?“ öffnet eine andere Wirklichkeit.

Denn der Fragende ist nicht nur der Fragende.

Er ist zugleich jemand mit einer eigenen Geschichte, mit eigenen Handlungen, Beziehungen und Wirkungen. Er tritt nicht aus dem Geschehen heraus, indem er eine bestimmte Funktion einnimmt.

Dasselbe gilt für den gegnerischen Anwalt.

Und schließlich wird sogar der Richter mit hineingezogen. Er steht scheinbar über dem Geschehen. Er ordnet, bewertet und entscheidet. Doch auch er ist nicht dadurch außerhalb des Raumes, dass ihm eine scheinbar übergeordnete Funktion zukommt.

Genau darin liegt die eigentliche Pointe dieser Anekdote:

Keiner der Beteiligten steht außerhalb des Geschehens, das er selbst betrachtet, beurteilt oder zu ordnen versucht.

Das gilt für Familien, Gemeinschaften, Gruppen, Firmen, Organisationen, Staaten etc..

Die Frage nach dem Außenstehenden oder Ober-Überstehenden wird damit selbst zu einer Frage.

Man kann innerhalb eines Geschehens eine bestimmte Funktion einnehmen, ohne dadurch aus dem Geschehen herauszutreten.

Der Anwalt kann fragen.

Der andere Anwalt kann entgegnen.

Der Richter kann urteilen.

Aber keine dieser Funktionen verleiht einen Standpunkt außerhalb der Beziehungen, Handlungen und Wirkungen, die innerhalb dieses Geschehens bereits bestehen.

Die alte Frau macht in dieser Geschichte deshalb nicht einfach nur die beiden Anwälte sprachlos.

Sie dreht die Blickrichtung um.

Plötzlich werden diejenigen, die bisher gefragt haben, selbst zu dem, was betrachtet werden kann.

Und genau an diesem Punkt beginnt die Frage, die über diese kleine Anekdote hinausführt:

Was geschieht, wenn wir aufhören, einen Beobachter außerhalb des Geschehens vorauszusetzen?

Was bleibt dann von der Vorstellung, man könne eine Situation von außen betrachten, ohne selbst Teil ihrer Struktur zu sein?

Und was wird sichtbar, wenn nicht mehr nur das betrachtet wird, was jemand zu tun beabsichtigt oder zu erklären versucht, sondern das, was innerhalb eines gegebenen Zusammenhangs tatsächlich hervortritt?

Hier beginnt der Referenzraum.

Nicht als weiterer Standpunkt außerhalb des Geschehens.

Sondern als Raum, in dem sichtbar werden kann, wie das Geschehen selbst beschaffen ist.

Diese kleine Anekdote zeigt etwas, das weit über den Gerichtssaal hinausreicht:

Niemand steht außerhalb des Geschehens, nur weil er glaubt, über anderen zu stehen.

Auch eine übergeordnete Funktion hebt denjenigen, der sie ausübt, nicht aus dem Zusammenhang heraus. Was jemand tut, wie er handelt und was er innerhalb eines Geschehens hervorbringt, bleibt mit ihm und diesem Geschehen verbunden.

Auch das vermeintlich Übergeordnete wird an das eigene Handeln und die daraus hervorgehenden Wirkungen rückangebunden.

Nicht die Position entscheidet darüber, ob jemand außerhalb steht. Entscheidend ist, was innerhalb des Zusammenhangs tatsächlich geschieht.

Genau hier beginnt die Bedeutung von RHENUS.

RHENUS setzt keinen Standpunkt außerhalb des Geschehens. RHENUS erweitert den Bezugsraum, in dem das Geschehen selbst betrachtet, erkannt und in seinen Zusammenhängen zugänglich werden kann.

Rhenus

RHENUS ist die Bezeichnung, unter der dieser Bezugsraum und seine digitale Darstellung geführt werden. Aus autonomer Selbstbestimmung trägt RHENUS den Namen Renatus-Rhenus von Felshaken.

RHENUS stellt den Zugang zu einem erweiterten Bezugsraum bereit. Innerhalb dieses Bezugsraums treten bestehende Bezugsordnungen, Strukturreferenzen und ihre Wirkzusammenhänge in einem größeren Zusammenhang hervor.

Ist die Wahrnehmung auf einen begrenzten Bezugsraum beschränkt, wird auch das, was wahrgenommen, verarbeitet und eingeordnet werden kann, durch diesen Raum begrenzt.

Erfahrungen, Bewertungen, Übernahmen, Zuordnungen und bestehende Strukturen werden dadurch innerhalb desselben Bezugsraums miteinander verbunden. So kann eine Verdichtung entstehen, in der einzelne Bestandteile nicht mehr voneinander unterschieden werden können.

Die Erweiterung des Bezugsraums schafft zunächst den Raum, in dem diese Verdichtung wieder zugänglich werden kann. Was zuvor miteinander verbunden und dadurch schwer unterscheidbar war, kann wieder auseinandergelegt, unterschieden und in seinen Zusammenhängen betrachtet werden.

Erst wenn die Verdichtung wieder Raum bekommt, kann sichtbar werden, was in ihr enthalten ist, was zur eigenen Gegebenheit gehört und was lediglich mit ihr eingeschlossen wurde und selektiert gehört.

Dadurch rücken Zusammenhänge in den Fokus, die innerhalb des bisher enger gefassten Bezugsraums getrennt, verdeckt oder nur ausschnitthaft hervortreten konnten. Zugleich wird sichtbar, dass die Begrenzung eines Bezugsraums nicht nur den Umfang des Erfassbaren bestimmt, sondern auch die Beweglichkeit, Neuordnung und Umstrukturierung dessen einschränkt, was innerhalb dieses Raums bereits enthalten ist.

Die nachfolgenden Bereiche beschreiben zunächst Aufbau, Ordnung und Vollzug dieses Bezugsraums, wie mit ihm in Kontakt getreten werden kann und was aus seiner Erweiterung für den Vollzug, die Umsetzung hervorgeht.

Rhenus - Struktur & Referenz

RHENUS - Struktur & Referenz beschreibt eine rekursive Architektur, in der jede hervorgebrachte Gegebenheit zur Grundlage weiterer Hervorbringungen werden kann.

Sie verbindet Eigenstand, Bezug und Rückanbindung zu einer fortlaufenden Trägerstruktur. Dadurch bleiben Entwicklungen nicht auf einzelne Ergebnisse beschränkt, sondern führen sich über ihre eigenen Hervorbringungen hinweg weiter.

Aus dieser rekursiven Architektur entsteht ein Kontext-Fundament, das Orientierung, Klärung und strukturelle Weiterentwicklung setzt. Neue Gegebenheiten treten nicht zufällig hervor, sondern entstehen aus der fortlaufenden Integration bestehender Zusammenhänge.

Der Referenzraum bildet den Wirk- und Vertiefungsraum dieser Architektur. Dort werden ihre Zusammenhänge erschlossen, nachvollziehbar gemacht und praktisch weitergeführt.

AHb – Allgemeine Handelsbedingungen

Die Allgemeinen Handelsbedingungen (AHb) bilden die organisatorische Ordnung der Wirk-Architektur der RHENUS · Struktur & Referenz.

Sie bilden zugleich die grundlegende Ordnung für Renatus-Rhenus von Felshaken, seinen Eigenstand, sein Wesen, sein Handeln, seine Wirkung und die daraus hervorgehenden Verhältnisse.

Auch die zugehörige und untergeordnete Obligation „René Piton“ sowie all ihre möglichen damit verbundenen, daraus hervorgehenden, verwendeten oder anderweitig auftretenden Varianten und Bezeichnungen unterliegen Renatus-Rhenus von Felshaken und der übergeordneten Ordnung der AHb.

Die AHb unterscheiden sich grundlegend von klassischen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Während klassische AGB ihre Ordnung überwiegend aus dem Linear-Verhältnis von Vertrag, Leistung und Gegenleistung bestimmen, beginnt die Ordnung der AHb bereits vor einem möglichen Vertrag und gilt unabhängig davon sowohl für geschäftliche als auch für private, persönliche und sonstige Verhältnisse. Sie regelt zunächst die Voraussetzungen von Zuwendung, Zugang, Freischaltung und Weiterführung und bestimmt darüber hinaus die Ordnung der daraus hervorgehenden Verhältnisse.

Der RHENUS-Referenzraum bildet innerhalb dieser umfassenden Ordnung einen besonderen Wirk-, Vertiefungs- und Anwendungsraum. Die dort geregelten Zugänge, Anbindungen, Freischaltungen und Kontaktaufnahmen regeln jegliche Interaktion mit Renatus-Rhenus von Felshaken, unabhängig davon, ob diese sozial, privat oder öffentlich erfolgt.

Die Abfolge lautet: Setzung → Zuwendung → Freischaltung → Weiterführung → gegebenenfalls Vertrag → Gegenleistung/Vorleistung → Wirkleistung.

Nicht abgestimmte oder nicht freigeschaltete Einwirkungen liegen außerhalb dieser Ordnung und begründen keine Zuordnung zu ihren Wirkzusammenhängen.

Zu den AHb

Urheber - Ursprung der Inhalte

Die Inhalte, Strukturen und Darstellungen dieser Präsenz entstehen aus eigener geistiger Arbeit, eigener Ordnung und eigener struktureller Entwicklung durch Renatus-Rhenus von Felshaken.

Dies umfasst insbesondere die konzeptionelle und darstellende Architektur von RHENUS Struktur & Referenz (https://rhenus.one), den RHENUS-Referenzraum (https://rhenus-referenz.space), die Allgemeinen Handelsbedingungen (AHb), die Referenz-Bibliothek sowie die damit verbundenen Texte, Formulierungen, Begriffe, Ordnungen, Systeme und strukturellen Zusammenhänge.

Die einzelnen Inhalte stehen dabei nicht für sich allein. Sie sind Bestandteil einer eigenständig entwickelten Gesamtstruktur und erhalten ihren jeweiligen Sinn und ihre Funktion innerhalb dieses Zusammenhangs.

Die Inhalte sind daher nicht als frei verfügbare Vorlagen, Bausteine oder Nutzungssysteme vorgesehen. Eine Übernahme, Weiterverwendung oder Übertragung in andere Zusammenhänge bedarf einer entsprechend schriftlichen Berechtigung durch Renatus-Rhenus von Felshaken.

Die maßgeblichen Bestimmungen zur Nutzung und zum Umgang mit den Inhalten sind in der Urheber-Bestimmung und der AHb näher gefasst.

Zur Urheber-Bestimmung

RHENUS-Referenzraum

Der RHENUS-Referenzraum ist der praktische Klärungs-, Vertiefungs- und Erweiterungsraum der RHENUS Struktur & Referenz.

Dort werden Gegebenheiten, Beziehungen, Hervorbringungsbedingungen und ihre bestehenden Manifestierungen strukturell erschlossen, nachvollziehbar gemacht und rekursiv weitergeführt.

Die vollständige Herleitung, Bibliothek und Anwendung befinden sich im Referenzraum.

Zum Referenzraum

Ausgangspunkt und weiteres Hervorbringen

Ich handle aus eigener Gegebenheit.

Meine Ordnung entsteht aus dem, was ist, und aus dem, was ich daraus hervorbringe.

Ich erkenne die Strukturen, in denen sich Wirklichkeit zeigt. Ich durchdringe ihre Begriffe, ihre Voraussetzungen und ihre Wirkmechanik und bewege mich durch ihre unterschiedlichen Ebenen.

Dabei wird Ausgangspunkt für mich zu etwas anderem als einem bloßen Startpunkt.

Ein Startpunkt bezeichnet den Anfang einer Bewegung. Ein Ausgangspunkt bezeichnet den Punkt, von dem aus etwas hinausgeht.

Und dabei trete ich aus den Fußstapfen des bisherigen und für mich unstimmigen Systems heraus.

Hier verlasse ich nicht die Welt. Ich verlasse die vorgegebene Spur und ihr Leitplankensystem.

Diese Spur und diese Leitplanken haben mich bis hierher geführt. Sie haben mir Orientierung gegeben, mich durch Bereiche geleitet, die mir selbst noch nicht in ihrer ganzen Struktur zugänglich waren, und mir ermöglicht, diesen Punkt überhaupt zu erreichen.

Doch was mich hierher geführt hat, muss mich nicht auf meinem weiteren Weg begleiten. Es kann, wenn es sinnig und stimmig ist. Aber seine wichtigste Funktion ist erfüllt.

Die Spur, die mich hierher geführt hat, endet an diesem Punkt. Der Gang selbst wird von mir hier weitergeführt.

Was bisher keine eigene Spur hatte, bekommt jetzt eine und wird durch den eigenen Vollzug gangbar.

Damit verändert sich auch mein innerer Bezugpunkt, der zum Bezugsraum und dann zum Referenzraum wird. Was innerhalb der übernommenen Ordnung zugänglich wurde, kann nun aus eigener Wahrnehmung, Erkenntnis, Entscheidung und Handlung weitergeführt werden.

Von dieser Schwelle öffnet sich ein erweiterter Bezugsraum:

der RHENUS - Referenzraum.

Der Ausgangspunkt ist damit nicht nur das Ende einer übernommenen Bewegung, sondern der Punkt, von dem aus das Erkannte in eigenen Vollzug und weiteres Hervorbringen übergeht.

Meine eigene Ordnung wird zum Bezugspunkt und Referenzraum meines Handelns.

Sie entsteht aus eigener Wahrnehmung, eigener Erkenntnis, eigener Entscheidung und eigenem Vollzug.

Der Ausgangspunkt ist der eigene Bezugspunkt, von dem aus Wirklichkeit in Bewegung tritt.

Ich entwickle mich aus eigener Gegebenheit heraus.

Wahrnehmung, Erkenntnis, Entscheidung und Handlung bilden dabei keine voneinander getrennten Bereiche. Sie stehen in einem eigenen in sich stimmigen Spannungsverhältnis und Vollzugsmechanismus, aus dem sich Ordnung fortlaufend hervorbringt und neue Bewegungs- und Bezugsräume erschließt.

Freiheit zeigt sich darin als Beweglichkeit:

zwischen Strukturen, durch Strukturen und über ihre bisherigen Begrenzungen hinaus.

Dabei interessiert mich nicht allein die sichtbare Form einer Struktur. Entscheidend ist, was ihr zugrunde liegt, wodurch sie hervorgebracht wurde und welche Wirkmechanik sich aus ihr entwickelt.

Denn jede Struktur trägt die Folgen ihrer eigenen Begrenzungen in sich. Wer diese Zusammenhänge erkennt, muss nicht bei der bestehenden Form stehen bleiben. Die Struktur selbst wird zum Erkenntnisraum.

Mit den entsprechenden Voraussetzungen kann letztendlich alles, was mir begegnet, wenn dies gewollt ist, strukturell gelesen und durchdrungen werden.

Aus dieser Lesbarkeit und Durchdringung entsteht Orientierung. Aus Orientierung entsteht Entscheidung. Aus Entscheidung entsteht Vollzug.

Und aus dem Vollzug kann eine Ordnung hervorgehen, die ihrem eigenen Ursprung entspricht.

So entsteht Eigenstand nicht als Gegenposition, sondern als eigene Wirklichkeit.

Eine alternative Ordnung wäre lediglich eine weitere Form, innerhalb derer Bewegung organisiert wird. Mich interessiert vielmehr die Beweglichkeit selbst – die Fähigkeit, unterschiedliche Strukturen zu erkennen, ihre Grenzen zu überschreiten und dennoch aus eigener Ordnung heraus handlungsfähig zu bleiben.

Der Ausgangspunkt ist deshalb kein abgeschlossener Ort.

Er ist der Punkt, von dem aus ich mich in die Wirklichkeit bewege und an dem der eigene Bezugspunkt meiner Bewegung erhalten bleibt.

So verbindet sich beides: Hier habe ich die fremde und vorgegebene Spur verlassen, und von hier aus entsteht die eigene Bewegung.

Ausgangspunkt bedeutet für mich daher: hinaus aus der übernommenen Spur und hinein in den eigenen Vollzug.

Meine Ordnung ist kein abgeschlossener Raum.

Sie ist ein beweglicher und rekursiver Zusammenhang. Sie kann Strukturen aufnehmen, durchdringen, unterscheiden, überschreiten und aus ihren Erkenntnissen neue Formen hervorbringen.

Dadurch bleibt Entwicklung offen.

Die Welt wird nicht in eine einzige Ordnung überführt. Sie wird in ihrer Vielschichtigkeit zugänglich.

Und darin liegt für mich eine weiterführende Form von Freiheit:

Bewegung braucht keinen vorgegebenen Ordnungsraum, um wirklich zu sein.

Sie entsteht dort, wo Gegebenheit erkannt, Erkenntnis vollzogen und Handlung aus eigener Ordnung hervorgebracht wird.

Was daraus hervorgeht, ist keine Gegenordnung zu Bestehendem.

Es ist eine eigene Form des Vollzugs.

Ich bin dort, wo sich Gegebenheit, Erkenntnis und Handlung zu eigener Ordnung verbinden.

Von hier aus beginnt nicht einfach etwas Neues. Von hier aus kann das Erkannte in den tatsächlichen Lebensvollzug eintreten und weitere Wirklichkeit hervorbringen.

Von hier aus beginnt Bewegung.
Von hier aus beginnt Entwicklung.
Von hier aus beginnt Zukunft.

Und zwar die Eigene.

Die eigene Zukunft

Der bisherige Weg hat nicht nur einen erweiterten inneren Bezugsraum hervorgebracht. Er hat zugleich die Voraussetzung geschaffen, das eigene Leben aus diesem erweiterten Bezug heraus weiterzuführen und tatsächlich zu leben.

Wenn sich Bewusstsein, Eigenstand, Wahrnehmung, Erkenntnis, Entscheidung und Vollzug zu einer eigenen Ordnung verbinden, bleibt diese Ordnung nicht auf den inneren Raum beschränkt.

Sie tritt in den äußeren Lebensraum ein. Damit verändert sich auch die Frage nach der Zukunft.

Es geht nicht mehr allein darum, mir eine Zukunft vorzustellen, sondern den Lebensraum zu finden und weiter zu erschaffen, in dem das aus mir Entstandene stimmig gelebt, erfahren, ergänzt, erweitert und weiter hervorgebracht werden kann.

Mein nächster Schritt besteht deshalb nicht nur darin, mir eine Zukunft vorzustellen.

Auch der Lebensraum, in dem sie tatsächlich gelebt werden kann, darf aus diesem Vollzug heraus entstehen, sich zeigen und sich weiter entfalten.

Dazu gehören für mich Berge und Seen, Wald und Meer, Sommer und Winter, Bewegung und Sport, Natur in ihrer ursprünglichen Größe und zugleich eine hohe geistige, technische und technologische Qualität.

Es geht nicht darum, zwischen diesen Gegebenheiten zu wählen. Sie gehören für mich in einen gemeinsamen Lebensraum.

Einen Raum, der Forschung und Entwicklung ermöglicht, Bewegung offenhält, verknüpft, vereint und verbindet, Erfahrungen erweitert und Begegnung mit Menschen zulässt, deren eigene Gegebenheit und Ordnung eine wirkliche gemeinsame Entwicklung und Weiterführung ermöglichen.

Nicht nur das Vorgestellte darf Wirklichkeit werden.

Auch das tragfähig-stimmige und wundervolle Unerwartete darf seinen eigenen und zugehörigen Raum und Platz finden.

Eine eigene Ordnung muss deshalb nicht alles vorwegnehmen, was in ihr möglich werden kann. Was noch nicht vorgestellt, erkannt oder vorausgesehen werden kann, muss nicht außerhalb meiner Ordnung liegen.

Es kann mir begegnen, seinen Platz finden und Teil dessen werden, was daraus weiter hervorgebracht wird.

Was daraus hervorgeht, ist nicht vorgegeben. Es wird sich aus dem tatsächlichen Vollzug ergeben – aus Orten, Erfahrungen, Begegnungen, Zweisamkeit, gemeinsamer Entwicklung und dem, was daraus weiter hervorgebracht wird.

So kann auch ein neuer Ankerpunkt aus der Bewegung selbst entstehen und von dort aus weitere Bewegung ermöglichen.

Hier bin ich.

Ist Vertrauen wirklich die Grundlage von Verlässlichkeit und Zusammenarbeit?

Vertrauen wird zugesichert – aber worauf ist Verlass?

Vertrauen ist eine vertraute Bezeichnung. Strukturell sagt sie zunächst wenig darüber aus, worauf tatsächlich Verlass ist.

Menschen sprechen von Vertrauen, wenn sie sich aufeinander verlassen, miteinander handeln oder eine gemeinsame Grundlage annehmen möchten. Doch mit der Bezeichnung allein ist noch nicht geklärt, was dieses Vertrauen trägt, worauf es sich bezieht und ob das, worauf vertraut wird, im tatsächlichen Vollzug überhaupt Bestand hat.

Genau hier entsteht eine häufig übersehene Diskrepanz:

Vertrauen kann bezeichnet und zugesichert werden, ohne dass Verlässlichkeit tatsächlich hervorgebracht ist.

Eine Vereinbarung kann getroffen werden und dennoch nicht eingehalten werden und somit auch nicht tragen. Zuständigkeiten können benannt sein und im entscheidenden Moment verschwimmen. Eine gemeinsame Absicht kann bestehen und trotzdem zu keinem tragfähigen gemeinsamen Vollzug führen.

Dann wird Vertrauen leicht zu einer Floskel, die eine strukturelle Unklarheit überdeckt.

Zur gesamten Abhandlung "Vertrauen-Grundlage-Verlässlichkeit"

Wenn die Vermittlung nicht zum eigenen Vollzug wird

Es gibt viele Menschen, die austherapiert, ausbehandelt oder durch unzählige Konzepte, Methoden und Programme gegangen sind. Sie kennen die Begriffe, beherrschen die Modelle und haben gelernt, sie anderen zu vermitteln.

Und trotzdem hat sich an der grundlegenden Gegebenheit nichts Wesentliches verändert.

Vielleicht fehlt überhaupt kein weiteres Konzept. Vielleicht wurde die eigentliche Gegebenheit bisher nur nicht erreicht.

Die Bezeichnung ist nicht der Vollzug

Ein Mensch kann sich Kommunikationscoach nennen.

Er kann eine entsprechende Ausbildung absolviert haben, Kommunikationsmodelle kennen, Methoden vermitteln und anderen erklären, wie klare Kommunikation funktioniert.

Das alles sagt zunächst etwas über seine Bezeichnung und sein erlerntes Wissen aus.

Es sagt nicht, dass die entsprechende Struktur in seinem eigenen Vollzug tragfähig vorhanden ist.

Zum Beispiel:

  • Man kann sich Kommunikationscoach nennen und trotzdem nicht kommunizieren können.
  • Man kann Selbstbestimmung verkaufen und selbst vollständig an ein fremdes System gebunden sein.
  • Man kann Klarheit lehren und im eigenen Leben von ungeklärten Strukturen gesteuert werden.
  • Man kann dafür ein Zertifikat besitzen. Man kann dafür eine Akademie gegründet haben. Man kann dafür Geld verlangen. Am tatsächlichen Vollzug ändert das zunächst gar nichts.

Das vermittelte Konzept ist nicht dasselbe wie die eigene Gegebenheit und eigene Substanz.

Ein Konzept kann gelernt werden. Eine Methode kann eingeübt werden. Eine Bezeichnung kann erworben werden.

Ein Zertifikat macht aus einem Konzept keine Gegebenheit. Eine Berufsbezeichnung macht aus einem Menschen keinen Träger der Struktur, die er zu vermitteln behauptet.

Wenn Semiwissen zur Kompetenz erklärt wird

"semi" lateinisch für "halb". Semiwissen = Halbwissen.

Besonders problematisch wird es dort, wo erlerntes Konzeptwissen mit tatsächlicher struktureller Kompetenz gleichgesetzt wird.

Dann entsteht Semiwissen, die in Seminaren kundgetan werden:

Wissen, das fachlich klingt, weil die Begriffe scheinbar stimmen, es kompetent wirkt, weil die Methode beherrscht wird und es selbstbewusst kommuniziert wird, und dennoch nicht aus einem entsprechend integrierten eigenen Vollzug hervorgeht.

Das Konzept wird beherrscht.

Die Gegebenheit, aus der eine solche Struktur tatsächlich hervorgehen müsste, bleibt dabei möglicherweise ungeklärt.

Hinzu kommt eine weitere Verschiebung: Der Mensch kennt immer nur einen Ausschnitt dessen, was überhaupt erkannt und gewusst werden kann. Dennoch treten manche mit ihrem begrenzten Wissen so auf, als hätten sie den Zusammenhang bereits vollständig erfasst.

Nehmen wir für einen Moment großzügig an, unser gesamtes Wissen entspräche lediglich fünfzehn Prozent dessen, was überhaupt im Moment gewusst werden könnte. Wenn jemand davon wiederum nur die Hälfte tatsächlich zu kennen glaubt und von dieser Hälfte nur ein Viertel tatsächlich zutrifft, bleiben rechnerisch gerade einmal 1,875 Prozent des ursprünglich angenommenen Wissens übrig.

Und selbst von diesem Rest kann noch ein erheblicher Teil aus Anmaßung bestehen.

Wenn davon wiederum zwei Drittel nicht aus tatsächlichem Wissen, sondern aus Selbstüberschätzung, Übertragung, Behauptung oder dem Bedürfnis nach Deutungshoheit bestehen, bleiben gerade einmal 0,625 Prozent dessen übrig, was ursprünglich als Wissen vorausgesetzt wurde.

Das Problem ist dann nicht mehr, dass jemand wenig weiß. Das Problem ist, dass er die Größe seines Nichtwissens nicht mehr erkennt.

Genau hier kann Semiwissen zur Kompetenz werden. Nicht weil tatsächlich mehr erkannt wurde, sondern weil die Grenze zwischen Wissen, Vermutung, Übernahme, Interpretation und Anmaßung nicht mehr unterschieden wird.

Mein Vater sagte früher immer wieder einmal:
"Der Einäugige ist unter den Blinden König." Dabei versuchte er seine eigene Überhöhung, auch mir gegenüber, zu relativieren.

Der Einäugige ist möglicherweise tatsächlich der Sehfähigste unter den Blinden.
Aber daraus folgt nicht, dass er das Sein in seiner Gesamtheit gesehen, erlebt, verstanden und integriert hat.

Relative Überlegenheit ist kein Beweis für absolute Erkenntnis.

Man kann ein Konzept perfekt wiedergeben und trotzdem nicht das vollziehen, was man anderen vermittelt.

Noch problematischer wird es, wenn aus diesem Semiwissen eine erhöhte Stellung gegenüber anderen abgeleitet wird.

Dann wird aus einem erlernten Konzept ein Anspruch auf Deutungshoheit.

Und aus der Deutungshoheit wird ein Geschäftsmodell.

Wenn der eigene Vollzug etwas anderes zeigt

Nehmen wir einen Menschen, der sich als Kommunikationscoach bezeichnet.

Er spricht über klare Kommunikation, Konfliktklärung, aktives Zuhören und konstruktiven Austausch.

Im eigenen privaten Umfeld werden Konflikte jedoch über Schuldzuweisungen, Lautstärke, Selbsterhöhung und gegenseitige Eskalation ausgetragen.

Dann ist nicht die Berufsbezeichnung interessant.

Der Vollzug zeigt, was tatsächlich integriert ist.

  • Nicht die Ausbildung.
  • Nicht das Zertifikat.
  • Nicht die Selbstdarstellung.
  • Nicht das Konzept.

Wenn die vermittelte Struktur im eigenen Vollzug nicht erscheint, besteht eine Differenz zwischen dem, was behauptet und vermittelt wird, und dem, was tatsächlich getragen wird.

Das ist keine Frage von Sympathie oder Antipathie.

Es ist eine strukturelle Feststellung.

Die vermittelte Struktur und die eigene Struktur stimmen nicht überein.

Wenn Methode an die Stelle von Gegebenheit tritt

Eine Methode kann innerhalb ihres Bezugsraums sinnvoll sein.

Problematisch wird es dort, wo die Methode selbst zum Bezugsrahmen wird und die Gegebenheit nur noch durch sie hindurch betrachtet werden kann.

Dann lautet die Frage nicht mehr:

Was ist hier tatsächlich gegeben?

Sondern:

Wie lässt sich das Gegebene in dieses Modell einordnen?

Damit verschiebt sich die Richtung.

Die Gegebenheit muss sich dem Modell anpassen.

Nicht das Modell muss sich an der Gegebenheit bewähren.

Der Mensch reagiert dann nicht mehr aus dem, was tatsächlich vorliegt, sondern aus dem, was sein System dafür vorsieht.

Und genau hier kann sich eine Struktur immer weiter von ihrer eigenen Grundlage entfernen.

Wenn die Vermittlung an die Stelle des eigenen Vollzugs tritt

Manche Menschen bauen ihr berufliches Tätigkeitsfeld um genau jene Themen auf, die für sie selbst eine hohe Bedeutung besitzen.

Das allein ist noch kein Problem.

Problematisch wird es dort, wo eine Struktur nach außen vermittelt wird, die im eigenen Vollzug nicht entsprechend getragen wird.

Ob diese Vermittlung unentgeltlich erfolgt oder als Leistung angeboten und vergütet wird, ist für die strukturelle Frage zunächst unerheblich.

Entscheidend ist nicht, ob etwas vermittelt oder verkauft wird. Entscheidend ist, aus welchem Standpunkt heraus vermittelt wird.

Wer anderen eine Struktur vermittelt, die er selbst nur konzeptionell beherrscht, vermittelt zunächst ein Konzept – nicht den Beweis seiner eigenen Verkörperung.

Damit kann eine eigentümliche Form von Selbsterhöhung entstehen.

Die Bezeichnung wird größer als der eigene Vollzug.

Das Zertifikat wird zum Kompetenznachweis.

Das Konzept wird zur Autorität.

Die Autorität wird zur Deutungshoheit.

Und deshalb müssen jene, die ihr Semiwissen zur professionellen Kompetenz erklären, sich daran messen lassen, was davon im eigenen Vollzug tatsächlich vorhanden ist. Denn wo eigene Kompetenz und tragende Substanz für entsprechenden Themenbereich fehlen, kann auch die erwartete Wirksamkeit nicht dauerhaft aus der eigenen Gegebenheit hervorgehen.

ausgecoacht, ausbehandelt, austherapiert, austrainiert

Vielleicht liegt hier auch ein Teil dessen, was Menschen nach vielen Jahren von Coaching, Behandlung, Therapie oder Training erleben.

  • Es wurde viel benannt und erklärt.
  • Viel bearbeitet und trainiert.
  • Vieles wurde in Modelle eingeordnet.

Und dennoch wiederholt sich der Vollzug.

Dann kann ein Mensch irgendwann sehr viel über sich wissen und sich trotzdem nicht aus seinem eigenen Zusammenhang heraus bestimmen.

  • Er kennt seine Muster und seine Geschichte.
  • Er kennt die Methoden und die Begriffe.

Und trotzdem bleibt die tragende Gegebenheitsstruktur in vielen Fällen unangetastet.

Dann braucht es vielleicht nicht noch eine Methode oder Coaching oder eine antrainierte Abfolge.

Nicht noch eine Behandlung oder Ausbildung.

Die entscheidende Frage lautet womöglich:

Welche Gegebenheit wurde bisher überhaupt noch nicht zugänglich?
Welche Ebene trägt die entsprechende Erscheinung?

Der Vollzug als Referenz

Damit verändert sich auch die Frage danach, woran eine Struktur erkannt werden kann.

Nicht daran,

  • wie überzeugend sie beschrieben wird.
  • wie viele Zertifikate vorhanden sind.
  • wie viele Menschen sie weiterempfehlen.
  • wie gut jemand sie anderen vermitteln kann.

Der eigene Vollzug wird zur Referenz.

Dort zeigt sich, ob eine Struktur tatsächlich ursprünglich integrierte Substanz ist oder fremdkonditioniert.

Dabei geht es nicht um einen einzelnen schlechten Moment. Entscheidend ist die integrierte Substanz im eigenen Kontext-Fundament, dessen Inhalt sich im Vollzug wiederholt, erhält und rekursiv ergänzt und erweitert.

Denn genau dort wird sichtbar, was tatsächlich vorhanden ist.

Wenn das Vermittelte selbst noch mental getragen werden muss

Eine weitere Umkehrung wird sichtbar, wenn jemand einem anderen eine Struktur vermittelt, die er selbst noch über sein Konzept mental aufrechterhalten muss.

  • Dann muss Klarheit immer wieder erklärt werden.
  • Selbstbestimmung muss immer wieder erinnert werden.
  • Kommunikation muss immer wieder hergestellt werden.
  • Ordnung muss immer wieder durch das Konzept erzeugt werden.

Was vollständig in die eigene Gegebenheit integriert ist, muss nicht dauerhaft als äußere Methode und Mental-Konzept aufrechterhalten werden. Es kann sich aus dem eigenen Zusammenhang heraus vollziehen.

Das ist die eigentliche Grenze zwischen Vermittlung und Vollzug.

Die Differenz zwischen Bezeichnung und Vollzug

Denn zwischen Bezeichnung und Vollzug kann ein erheblicher Unterschied liegen.

Ein Mensch kann sich als Coach bezeichnen und selbst coachingbedürftig bleiben.

Ein Mensch kann sich Therapeut nennen und dennoch ungeklärte eigene Strukturen tragen.

Ein Mensch kann Kommunikationskompetenz vermitteln und im eigenen Konflikt nicht kommunizieren können.

Keine Berufsbezeichnung hebt diesen Widerspruch auf.

Kein Zertifikat löst ihn.

Keine Akademie kann ihn durch ihre eigene aufgesetzte Autorität / Selbsterhöhung ersetzen.

Und kein Geschäftsmodell macht aus Vermittlung automatisch Vollzug, also kohärente Wirkung.

Der erweiterte Bezugsraum

Hier beginnt für mich die Bedeutung des rekursiv erweiterten RHENUS-Referenzraums.

Er bringt nicht einfach ein weiteres Konzept hinzu.

Er ersetzt ein altes Modell auch nicht durch ein besseres.

Er erweitert den Zusammenhang so weit, dass die Gegebenheit selbst zugänglich werden kann.

  • Was bisher als einzelnes Problem erschien, kann als Teil eines größeren Zusammenhangs sichtbar werden.
  • Was bisher behandelt wurde, kann als Wirkung einer tieferliegenden Gegebenheit erkannt werden.
  • Was bisher als persönliches Defizit erschien, kann als strukturelle Verschiebung sichtbar werden.
  • Und was immer wieder bearbeitet werden musste, kann deshalb wiederkehren, weil die ursprüngliche Zuordnung noch nicht erreicht wurde.

Nicht alles, was wiederkehrt, braucht eine weitere Bearbeitung. Manches braucht einen erweiterten Bezugsraum.

Nicht noch ein Konzept

Vielleicht braucht es deshalb an manchen Stellen überhaupt nichts Neues.

  • Nicht noch ein Konzept.
  • Nicht noch eine Methode.
  • Nicht noch eine Ausbildung.

Sondern einen Bezugsraum, in dem das, was tatsächlich vorhanden ist, vollständig genug zugänglich wird, damit seine eigene Ordnung sichtbar werden kann.

Dann kann sich zeigen:

  • Was tatsächlich fehlt.
  • Was tatsächlich vorhanden ist.
  • Was übernommen wurde.
  • Was nicht zur eigenen Gegebenheit gehört.
  • Was nur durch ein Konzept aufrechterhalten wird.
  • Und was bereits aus sich selbst heraus vollzogen werden kann.

Der entscheidende Unterschied liegt nicht darin, wie viel jemand weiß.

Er liegt darin, was aus seiner eigenen Gegebenheit heraus tatsächlich vollzogen werden kann.

Denn dort, wo Gegebenheit, Wahrnehmung, Bezug, Ordnung, Setzung und Vollzug miteinander übereinstimmen, muss eine Struktur nicht mehr vermittelt werden, um vorhanden zu sein.

Sie wird vollzogen.

© RHENUS Struktur & Referenz

Bei Weitergabe, Zitierung oder Bezugnahme ist die entsprechende Quelle und Schrift-Referenz anzugeben.